physiologische Sicht


Wirbelsäule ist nicht wie bei Erwachsenen s-förmig, sondern kyphotisch(leicht gerundet)
Die Stellung von Wirbelsäule zum Becken (flacherer Winkel als bei Erwachsenen) ergibt
eine Orientierung der Hüftgelenke nach vorn, so dass Bewegungen der Beinchen
hauptsächlich vor dem Körper möglich sind und so optimal an das Getragenwerden auf
der Hüfte angepasst.

Wenn das Baby aufgenommen wird, zieht es die Beinchen an und spreizt sie, und ermöglicht
so, das Reiten auf der Hüfte.

1961 untersuchte der Orthopäde Büschelberger die anatomisch günstigste Stellung von
Oberschenkelknochen zur Hüftgelenkpfanne.

Er fand heraus, dass es für die Entwicklung der noch knorpeligen und weichen Hüftpfanne am optimalsten ist, 
wenn ein Spreizwinkel , zwischen Oberschenkelknochen von ca. 80 Grad und eine Anhockstellung von etwas mehr
als 90 Grad erreicht werden.

In dieser Stellung drücken die Oberschenkelköpfe in die Pfannenzentren und nicht auf die Pfannenwände und
die Bänder zwischen Oberschenkelkopf und Pfannenwand sind entspannt .

Alle Bereiche an Oberschenkelkopf und Hüftpfanne werden gleichmäßig belastet, so dass sich die Knochenkerne
ungehindert entwickeln und ihre natürliche Form einnehmen können.

Es stellte sich herraus,dass ziemlich genau diese Werte gemessen werden, wenn ein Baby auf der Hüfte des Tragenden sitzt.